Get into Rugby - Oktoberfest Sevens Seminar

Wir bilden nicht nur aus, sondern verbessern stetig Standards

Im zweiten Teil der DRV-Sommerinterviews unterhält sich das DRV-Redaktionsteam mit dem Leiter der Deutschen Rugby-Akademie (DRA), Peter Smutna, über die Entstehungsgeschichte und die Aufgaben des jüngsten DRV-Kindes.

Wann wurde die Deutsche Rugby-Akademie (DRA) gegründet und was war der Anlass?
Die DRA wurde Anfang 2016 gegründet, offiziell vorgestellt beim DRT 2016 und trat an die Stelle des ehemaligen Bereichs Ausbildung des DRV Vizepräsidenten Sport IV. Motiviert hat den DRV-Vorstand der Umstand, dass das bisherige Aus- und Fortbildungsprogramm etwas in die Jahre gekommen war und dringend modernisiert werden musste. Dies wurde auch vom DOSB gefordert und sehr wohlwollend unterstützt.

Wem untersteht die DRA?
Die DRA ist eine vom Deutschen Rugby-Verband geführte Institution unter meiner Leitung. Wir arbeiten mit allen Ausbildern, den regionalen Ausbildungsleitern der Landesverbände, der DRJ und den Nachwuchskoordinatoren zusammen sowie auch sehr eng mit der SDRV und den GiR-Koordinatoren im Bereich Entwicklung.

Was sind die Aufgaben der DRA?
Die DRA versteht sich als eine dezentrale Ausbildungsorganisation, die alle Ausbildungs- und Fortbildungsangebote innerhalb des DRV anbietet und steuert. Wir verstehen uns als Bildungs- und Entwicklungseinrichtung, um den Rugbysport zu fördern und zu entwickeln. Wir bilden nicht nur aus, sondern entwickeln auch Ausbilder und setzten viel Wert darauf, den Standard stetig zu verbessern.

Welche Angebote bietet die DRA und an wen richten sie sich?
Das breite Spektrum der DRA erstreckt sich über alle erdenklichen, speziell für den Rugbysport relevanten Ausbildungen: von Medizin über Schiedsrichterwesen bis hin zu Nachwuchs-, Schul- und Lehrerausbildung sowie Trainer-, Athletik- und Managementangeboten.

Mit wem arbeitet die DRA zusammen, wer sind die Personen und Partner hinter der DRA?
Wir arbeiten sowohl mit externen als auch mit internen Spezialisten im Rugby-Bereich zusammen. Unterstützung holen wir uns hierbei immer wieder auch gerne von Experten im Ausbildungsbereich, wie 2k Management, dem Ausbildungspartner des DOSB, sowie von Didaktik-Spezialisten wie der Firma Ghostthinker, die ebenfalls Partner des DOSB ist. So wollen wir gewährleisten, dass wir den Mitgliedern des DRV die bestmögliche und ganzheitlichste Aus- und Fortbildung bieten können.

Wie sieht die bisherige Bilanz der DRA aus?
Vergangenes Jahr konnten wir 60 Lehrgänge mit insgesamt 937 Teilnehmern verzeichnen. Zurzeit stehen uns im Verband – nach internationalem World-Rugby-Standard ausgebildet – vier medizinische, sechs Fitness-, neun Schiedsrichter-  sowie 19 Trainer-Ausbilder zur Verfügung. Das ist in allen Bereichen eine Erhöhung des Personals um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr. Nach aktuellem Stand ist die Anzahl der DOSB-A-Lizenztrainer von 37 auf 53 angewachsen. Somit stehen uns in der DRA aktuell insgesamt 31 Referenten zur Verfügung, die mindestens einmal jährlich selbst eine Weiterbildungsmaßnahme durchlaufen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Trainer, die diese Herausforderung angenommen haben und diesen Weg gehen.

Was ist künftig von der DRA auf und neben dem Platz zu erwarten?
Mit den bevorstehenden sportlichen Veranstaltungen wird der Trend sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter fortsetzen. Auch die DRA bereitet sich intensiv darauf vor. In Zusammenarbeit mit dem Weltverband veranstalten wir noch in diesem Jahr eine Fortbildungsmaßnahme für alle Ausbilder in Deutschland.
Das 2018 erstmals stattgefundene Rugby Forum, das aus der Bundesliga-Trainerkonferenz hervorgegangen ist, war mit mehr 120 Teilnehmern stark besucht. Trotzdem oder gerade deswegen haben wir uns entschieden, das Portfolio leicht abzuändern, um es den Anforderungen der deutschen Rugby-Landschaft weiter anzupassen. Die Schwerpunkte für 2019 sind bereits in Planung und werden wieder in Workshops und Fachvorträgen angeboten.
Auf Grund der neuen Vorgaben des DOSB haben wir in Zusammenarbeit mit den regionalen Ausbildungsleitern der Landesverbände aktuell die gesamten Ausbildungsrichtlinien überarbeitet. Die vom DRV angestrebte Erweiterung der Trainerausbildung um den olympischen Bereich Siebener-Rugby wurde im Zuge dessen auch abgeschlossen. Alle Neufassungen sind sowohl über die regionalen Ausbildungsstellen zu beziehen und auch zentral auf der Internetseite des DRV zugänglich.

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