Qualifikationsspiel zum Rugby World Cup 2019 in Japan zwischen Deutschland und Portugal am 16. Juni 2018 in Heidelberg Deutschlands Sturmtrainer Mouritz Botha inmitten der deutschen Mannschaft.

Vorschau auf den ersten Gegner der DRV XV in Marseille

Am kommenden Sonntag, 11. November, beginnt für die deutschen 15er-Rugbymänner in Marseille (FRA) das so genannte Repechage-Turnier. Im Stade Delort geht es um nicht weniger als die erstmalige Qualifikation für den Rugby World Cup, der 2019 in Japan stattfinden wird. Der erste Gegner wird ab 16 Uhr die Auswahl aus Hong Kong sein (live auf ProSieben MAXX und auf ran.de). In der Folge werden die „Schwarzen Adler“ noch auf Kanada (17. November) und Kenia (23. November) treffen. Nur der Turniersieger bekommt den letzten Startplatz beim Rugby World Cup 2019.

Der DRV-Trainerstab hat die Gegner bereits intensiv analysiert und weiß, was auf die Mannschaft zukommen wird. Sturmtrainer Mouritz Botha berichtet, worauf man sich im Spiel gegen den ersten Gegner, Hong Kong, einstellen muss:

Das ist ein sehr ausbalanciertes Team mit sehr athletischen Hintermannschaftsspielern und einigen starken Stürmern. Dazu haben sie ein gutes Paket und ein starkes Gassespiel, und darauf bauen sie auch ihren Spielplan auf.“ Man müsse gewarnt sein, so Botha, dass der Gegner aus jeder Situation heraus mit viel Tempo agieren könne. „Da müssen wir hellwach sein und dürfen nicht erwarten, dass sie den Ball kicken.“ Wichtig werde sein, dass man gegen Hong Kong die schnellen Läufe gut verteidigt. Aber man müsse auch die eigenen Chancen konsequent nutzen, wenn sie sich bieten.

Als in der Weltrangliste bestplatziertes der vier Teams (Rang 21) gilt Hong Kong als klarer Favorit im Duell mit den „Schwarzen Adlern“, die derzeit auf Platz 29 rangieren. Das Team von Head Coach Leigh Jones besteht zu einem großen Teil aus so genannten „Expats“, also Spielern, die vorrangig aus dem Vereinigten Königreich kommen. „Sie kennen sich aus in Europa, werden sich freuen, hier zu spielen und keine Anpassungsschwierigkeiten haben“, vermutet Mouritz Botha. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Spieler alle in der semiprofessionellen, heimischen HKRU Premiership aktiv.

Zudem absolvierte Hong Kong, für das es ebenfalls die erste WM-Teilnahme der Verbandsgeschichte wäre, zuletzt ein Trainingscamp in Wales, wo man in Testspielen gegen das Top-14-Team Dragons knapp mit 24:28 unterlag, dann aber den Crayshaws RFC mit 35:24 schlagen konnte. Deutschland hat bislang zwei Mal gegen Hong Kong gespielt. Beide Partien konnten auf heimischem Platz in Heidelberg gewonnen werden. 2009 hieß es 24:14 für die DRV XV, im Jahr darauf wurde es mit 34:13 noch ein wenig deutlicher.

Der gebürtige Südafrikaner Mouritz Botha hat viele Jahre als Profi in England gespielt, holte mit dem Top-Team Saracens unter anderem die englische Meisterschaft 2011. Zudem spielte er Super Rugby für die südafrikanischen Sharks. Botha trug insgesamt zehn Mal das Trikot der englischen A-Nationalmannschaft – unter anderem in der Six Nation Championship. Seit 2017 ist er für den DRV als Trainer für die Stürmer des 15er-Rugbynationalteams zuständig.

(C) des Fotos bei Jürgen Kessler

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