Get into Rugby - Oktoberfest Sevens Seminar

Interview Phil Paine: „Mein Hauptziel ist die Basis vom Jugend-Rugby in Deutschland auszuweiten“

Die Deutsche Rugby-Jugend hat einen neuen Stellvertretenden Jugendwart Schule und Entwicklung. Mit dem im Juli auf dem Deutschen Rugby-Jugentag gewählten Phil Paine wird das DRJ-Präsidium komplettiert. Wir haben mit Phil über seine Person, seine Aufgabe im Rugby-Jugendverband und seine Ziele gesprochen.

Phil, du bist neu im Präsidium der Deutschen Rugby-Jugend. Kannst du dich kurz vorstellen und etwas zu dir persönlich sagen?

Ich bin am 12.02.1957 in Stonehouse, Gloucestershire geboren. Verheiratet mit 5 Kinder (Eine Tochter und vier Jungs). Von Beruf bin ich Lehrer (Sprachen Deutsch und Französisch). Zuvor war ich 10 Jahre lang als Exportmitarbeiter und anschließend bis 2003 als Exportleiter für ein Firma in Deutschland. Von 2003 bis 2010 habe ich als Lehrer am Internat „Wycliffe College“ in England drei deutsche Spieler mit Stipendium an die Schule gebracht. Das waren Luca Hoffmann (damals Kapitän der U18 Nationalmannschaft), Leo Becker ( 7er Nationalmannschaft) und Robin Plümpe (RGH- 7er und 15er Nationalmannschaft). Von 2011 bis 2015 war ich Konrektor an einer Internationalen Schule in Köln. Aktuell bin Schulkoordinator und Jugendleiter beim TV Pforzheim.

Du bist also ehrenamtlich für den Rugby-Sport aktiv. Welche Verbindung hast du persönlich zu Rugby? Hast du selber gespielt?

Mit acht Jahren habe ich mit dem Rugby an der Schule in England angefangen. Später an der Uni gespielt inkl. einem Austauschjahr in Frankreich (in Straßburg). 1979/80 war ich Spieler beim TV Pforzheim während meiner Tätigkeit als Sprachlehrer an einer Sprachschule in Pforzheim. Dann von 1982 bis 1993 Coach der Schulmannschaften (U12-U16) der Portsmouth Grammar School. Während meiner Zeit als Exportleiter in Deutschland habe ich einen Rugby-Verein gegründet (Solingen Zebras, damals Hilden Zebras). Weiterhin spielen bzw. spielten meine vier Jungs in Deutschland Rugby. Howard beim Heidelberger RK, Sam beim SC Neuenheim, Ollie und Owen bei SC Neuenheim/TV Pforzheim. Ollie ist deutscher Nationalspieler 7er und 15er.

Warum hast du dich für ein Amt in der DRJ zur Verfügung gestellt?

Ich habe seit langen Jahren das Potential für Rugby in Deutschland gesehen. Ich habe vielleicht jetzt in dieser Rolle die Chance etwas zu ändern. Aus meiner Sicht liegt der Fokus momentan viel zu stark auf den Auswahlmannschaften. Dahin geht fast das ganze Geld und sehr viel Energie. Ich hoffe in Zusammenarbeit mit dem Präsidium die Arbeit von Get into Rugby Deutschlandweit in etwas konkrets unzuwandeln.

Was für Ziele hast du die gesetzt?

Mein Hauptziel ist die Basis vom Jugend-Rugby in Deutschland auszuweiten. Momentan ist der ‘Player-Pool’ einfach zu klein. Um größere Schritte auch im Leistungssport zu machen braucht man mehr Spieler. Auf dem Weg dahin brauchen wir mehr Unterstützung für die kleinen Vereine. Sie sind die Vorposten vom Rugby außerhalb der Hochburgen. Ich meine die neuen Clubs die mit Begeisterung versuchen Rugby an ein neues Publikum zu bringen. Denen fehlen die Strukturen, Spielbetrieb und die Mitteln, um unsere Sportart voranzutreiben. Es reicht nicht aus, sich auf die Auswahlmannschaften zu konzentrieren. Ich beabsichtige eng mit Peter Smutna und Get into Rugby zusammen zu arbeiten, um einen deutschlandweiten Wettbewerb für Schulteams zu organisieren.

Welche Bedeutung hat für dich Get into Rugby?

Get into Rugby erreicht viele Kinder und Jugendliche die sonst nie von Rugby etwas erfahren würden. Wir müssen aber die Momente der Begeisterung für Rugby nach dem ersten Kontakt in der Schule durch GiR ausnutzen, damit mehr Kids bei unserer Sportart bleiben. Hier sehe ich eine Möglichkeit mit „Jugend trainiert für Olympia“, die letztes Jahr in Baden-Württemberg sehr gut funktioniert hat und eine bundesweite Struktur anbietet.

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