Wolfpack

GPS in Marcoussis: Starker erster Turniertag für Wolfpack

Die deutsche 7er-Rugbynationalmannschaft der Herren hat nahtlos an die guten Leistungen vom ersten Turnier der europäischen Grand Prix Series in Moskau angeknüpft und im französischen Marcoussis einen starken ersten Turniertag hingelegt. Nach drei Siegen in der Vorrunde steht man als klarer Gruppensieger im Viertelfinale.

Das Trainerteam zeigte sich durchaus zufrieden mit dem ersten Turniertag, auch wenn man wieder einige Minuten Anlauf brauchte: „Wir hatten uns drei Siege in der Gruppenphase vorgenommen, das haben wir erreicht“, konstatierte Co-Trainer Clemens von Grumbkow. „Dabei hat im ersten Spiel noch längst nicht alles geklappt, wie wir uns das vorstellen. Dafür haben die Jungs im zweiten Spiel gegen Portugal dann den Schalter förmlich umgelegt, richtig aufgedreht und ein fast perfektes Spiel abgeliefert. Weil wir damit bereits im Viertelfinale standen, haben wir das Spiel gegen die Russen mit den Spielern begonnen, die bis dahin noch nicht so viele Minuten hatten. Dafür haben einige Spieler wertvolle Erholungspausen bekommen, sodass wir morgen frisch angreifen können.

Deutschland – Georgien            17:10 (12:0)
Im Gegensatz zum Turnierauftakt in Moskau (RUS) zeigte sich die DRV VII im ersten Spiel in Marcoussis von Beginn an hellwach und bestimmte das Geschehen gegen Georgien zunächst nach Belieben. Giovanni Engelbrecht legte folgerichtig den ersten Versuch in der 3. Minute, der allerdings nicht erhöht wurde. Das tat der Intensität des deutschen Spiels aber keinen Abbruch, und nach einem Durchbruch auf der linken Außenbahn passte Bastian Himmer den Ball noch auf Jonathon Dawe, der unbehelligt bis unter die Stangen laufen konnte, sodass der Erhöhungskick von Fabian Heimpel nur noch Formsache war (6.).

Mit Beginn des zweiten Durchgangs schien der DRV-Zug einiges an Fahrt verloren zu haben. Die Georgier verkürzten so in der 9. Minute auf 5:12, wobei man den leichten Erhöhungskick fahrlässig vergab. Die Georgier waren nun dennoch besser im Spiel. Nach einer kurz gespielten deutschen Gasse brachte ein Fehlpass beinahe den zweiten gegnerischen Versuch, doch es gab „nur“ Gedränge. Aus diesem heraus legte Georgien plötzlich rechts außen den zweiten Versuch, der wieder nicht erhöht werden konnte. Damit war das Spiel, das im ersten Durchgang so klar lief, auf einmal ganz spannend, bis in der Schlussminute ein punktgenauer Kick den durchgestarteten Daniel Koch erreichte, der an der linken Seitenlinie entlang zum dritten und entscheidenden Versuch lief. Dass die Erhöhung nicht klappte, war für das Spiel nicht mehr entscheidend. Endstand 17:10 für den DRV.

Deutschland – Portugal             38:5 (19:5)
Auch gegen Portugal, gegen das man in Moskau noch eine empfindliche Niederlage hatte einstecken müssen, begann die DRV VII sehr konzentriert und nutzte seine ersten Chancen brutal effektiv. Schon in der 1. Minute ließ Jonathon Dawe einen Gegner stehen und ließ rechts zum ersten Versuch ein, den Fabian Heimpel ebenso sicher erhöhte wie den zweiten, den Bastian Himmer verbuchte. Der schnelle Heidelberger hatte in der Mitte einen Pass angetäuscht, war stattdessen durch eine Lücke gestoßen und legte unter den Stangen ab (3.).

Wenig später sah Carlos Soteras Merz plötzlich die Gelbe Karte, verstand diese Entscheidung aber selbst nicht. In Überzahl gelang den Portugiesen ein nicht erhöhter Versuch durch Tiago Fernandes, doch mehr Ertrag konnten die Iberer in dieser Phase nicht einfahren. Wieder zu siebt übernahm Deutschland gleich wieder das Kommando und punktete erneut. Diesmal zog Heimpel auf der rechten Seite einen Sprint an und warf sich in der Ecke ins Malfeld. Die Erhöhung war zu kurz, aber die Pausenführung von 19:5 komfortabel.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs war das DRV-Team zumeist im Vorwärtsgang. Die Portugiesen hatten in der Defensive alle Hände voll zu tun und konnten dennoch nicht verhindern, dass die DRVer weiter punkteten. In der 12. Minute war es Carlos Soteras Merz, der sich erstmals in die Scorerliste eintrug, und in der Schlussminute gab es sogar noch zwei weitere Versuche. Max Calitz lief über links ins Malfeld und bog noch bis unter die Malstangen ab, und mit der letzten Aktion verbuchte Bastian Himmer über rechts seinen zweiten Versuch in dieser Partie. Beide Versuchte erhöhte diesmal Andrew Nurse.

Deutschland – Russland          17:14 (5:7)
Es war das erwartete Topspiel um den Gruppensieg, in dem beide Teams gutes 7er-Rugby zeigten. Doch zunächst war das deutsche Team, das sogar seinen Stammkräften eine kleine Ruhepause gönnte, klar am Drücker und bekam sogar noch Schützenhilfe, weil sich Russland früh eine Gelbe Karte einhandelte. In Überzahl versuchte man es mit einem Kick auf die linke Seite, der allerdings unglücklich auf und ins Seitenaus sprang. Deutschland blieb aber am Drücker und lange in Ballbesitz. Und in der 4. Minute versuchte man es wieder mit einem Kick, diesmal nach rechts und passgenau in die Arme von Tim Lichtenberg, der den ersten versuch legte, der aber nicht erhöht werden konnte. Russland war bis dahin kaum mal aus der eigenen Hälfte herausgekommen, bis es in der 6. Minute auch mit einem Kick auf Vladislav Lazarenko zu den ersten Punkten kam. Weil die Erhöhung hier passte, wechselte die Führung.

Deutschland hielt Russland auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts gut unter Kontrolle und holte sich die Führung in der 9. Minute zurück. Wieder klappte ein Kick auf Lichtenberg, diesmal nach links außen, und der legte den Versuch, der aber wieder nicht erhöht wurde. Die Russen hatten weiter Mühe, offensiv gefährlich zu werden. Wenn sie aber mal nach vorn kamen, dann machten sie auch Zählbares daraus. So brach German Davydov in der 12. Minute durch und legte im deutschen Malfeld ab. Weil Ramil Gaisin auch diesen Versuch erhöhte, lag nun wieder der amtierende Europameister vorn. Doch im direkten Gegenzug spielte sich die DRV VII stark durch die Mitte und Robert Haase frei für den entscheidenden Versuch, den Bastian Himmer diesmal auch zum 17:14 erhöhte (13.). Russland warf jetzt noch mal alles nach vorn, doch ein Vorball und danach ein Kick der Deutschen ins Seitenaus beendeten die sehenswerte Partie.

Grand Prix Series – Frankreich 2018 – Herren

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