Deutschland gegen Air Forces - XV Frauen - Nachbetrachtung

15er-Frauen schlagen Air Force deutlich

Am vergangenen Samstag, 10. Februar, hat die deutsche 15er-Frauennationalmannschaft in Heidelberg im dritten Saisonspiel den zweiten fulminanten Erfolg einfahren können. Dabei wurde die Auswahl der British Royal Airforce XV deutlich mit 65:0 (29:0) besiegt und damit der letzte EM-Test unter Wettkampfbedingungen mit Bravour bestanden. Insgesamt elf Versuche durch Johanna Hacker, Leonie Hollstein, Franziska Holpp (2), Dana Kleine-Grefe, Annika Nowotny (2), Susanne Pfisterer (2), Elisa Trick und Muriel Weigel waren das Ergebnis eines schnellen und mutigen Angriffspieles des deutschen Teams. Leonie Hollstein und Dana Kleine-Grefe  steuerten außerdem fünf Erhöhungen zum Endergebnis bei.

Das Team um die Nationaltrainer Alfred Jansen und Marcus Trick hatte sich seit Freitagabend mit einem 30er-Kader im Rahmen eines Vorbereitungslehrganges auf das Spiel und die European Championship 2018 vorbereitet und siegte vor allem dank einer grundsoliden Verteidigung überdeutlich. Die physisch robusten Britinnen boten an den Standards und Kontaktpunkten einen ordentlichen Kampf und waren bis in die Schlussphase um Punkte bemüht, waren aber der geschlossenen, disziplinierten Teamleistung der Gastgeberinnen und dem Speed der deutschen Hintermannschaft nicht gewachsen.

Die von der erfahrenen Spielführerin Chrissy Siczowa (Saracens) angeführten Soldatinnen hatten nur phasenweise in der ersten Hälfte und zum Ende der Partie nennenswerten eigenen Ballbesitz und aussichtsreiche Feldpositionen. Dagegen hatten die deutschen Spielerinnen zwar erneut das eine oder andere Problem an den Standards, glichen diese aber mit einer sehr starken kämpferischen Verteidigungsleistung mehr als aus. Der Trainingsfokus vom Freitagabend auf der Verteidigung hatte sich also ausgezahlt und der so generierte Ballbesitz wurde durch eine sehr offensive und mutige Umsetzung des Angriffsystems reichlich genutzt.

Die Spielerinnen haben sich hochmotiviert präsentierten können und dürften Rückenwind für die anstehende EM mitnehmen. Vielversprechend ist die Verbesserung in der Verteidigung, die beweist, dass sich das Team in sehr kurzer Zeit enorm steigern kann. Auf den letzten beiden Lehrgängen wurden die Themen Angriff und jetzt Verteidigung aufgrund der jeweils knappen Zeit fokussiert und in der Folge jeweils ordentlich umgesetzt. Man darf hoffen, dass so auch in der unmittelbaren EM-Vorbereitung noch deutliche Fortschritte an den Standards zu erzielen sind.

Schon in der nächsten Woche geht es dazu weiter. Unmittelbar vor der EM werden die deutschen Frauen noch einen Wochenendlehrgang absolvieren, ehe sie am Dienstag, dem 27. Februar, in Belgien auf die EM-Favoritinnen Spanien treffen.

So spielten dieTeams:
Deutschland: 1 Noemi Mager (45. Mareike Bier) – 2 Julia Wich-Schwarz – 3 Jessica Neues (45. Juliane Friedrich) 4 – Monica Yee (60. Frederieke Wentzlaff) – 5 Nora Baltruweit – 6 Yona Rossol (62. Muriel Weigel) – 7 Melissa Paul – 8 Elisa Trick (57. Theresa Hauth) – 9 Franziska Holpp (65. Martha Ivanovas) – 10 Leonie Hollstein (52. Pia Richter) – 11 Steffi Gruber – 12 Lisa Bohrmann (Cap) – 13 Johanna Hacker (57. Freya Sibbertsen) – 14 Annika Nowotny (57. Susanne Pfisterer) – 15 Dana Kleine-Grefe.

RAF: Stone, Willmore, Waghorn, Ratcliffe, Fletcher, Tracey, Newey, Tadman, Cox, Gale, Walton, Siczowa (Cap.), Forbes, Edmonds, Mester. Eingewechselt: O´Brien, Sayle, Hancock, Papaoikonomou, Gray.

Punkte:
7:0 (6.) Versuch Hacker & Erhöhung Hollstein; 14:0 (11.) Versuch Nowotny & Erhöhung Hollstein; 19:0 (24.) Versuch Holpp; 24:0 (33.) Versuch Kleine-Grefe; 29:0 (40.) Versuch Holpp; 36:0 (45.) Versuch Hollstein & Erhöhung Kleine-Grefe; 41:0 (50.) Versuch Nowotny; 48:0 (57.) Versuch Trick & Erhöhung Kleine-Grefe; 53:0 (67.) Versuch Pfisterer; 58:0 (72.) Versuch Weigel; 65:0 (78.) Versuch Pfisterer & Erhöhung Kleine-Grefe.

Schiedsrichter: Justin Pearson (RSA)

Zuschauer: 150

 

(C) der Meldung bei Deutscher Rugby Verband

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