Deutschland gegen Rumänien

Nach Mitteilung der Spieler und Trainer: 15er-Rugbyteam stark verändert gegen Chile

Der Deutsche Rugby-Verband sieht sich wenige Tage vor dem dritten Spiel der November-Tests 2017 gegen Chile in Offenbach gezwungen, eine Neuaufstellung der 15er-Rugby-Nationalmannschaft der Männer zu planen. In einem offiziellen Schreiben an DRV-Präsident Klaus Bank teilte die Gesellschaft zur Förderung des Rugbysports mbH (GFR) im Namen des Gesellschafters durch die Geschäftsführer Christopher Weck und Robert Mohr mit, dass die GFR-Angestellten – darunter fallen die bei der Wild Rugby Academy unter Vertrag stehenden Spieler und Trainer – „dem DRV für die Vorbereitungen auf das Länderspiel und das Länderspiel am 25.11. ab sofort nicht mehr zur Verfügung stehen.“ Am gleichen Tag sind in einer Pressemitteilung von den Spielern Sean Armstrong und Michael Poppmeier im Namen der Spieler und Trainer der Nationalmannschaft eine Reihe von Vorwürfen gegen den DRV kommuniziert worden.

Auf Seiten des DRV herrscht völliges Unverständnis über diesen Schritt der Nationalspieler. Diese Entscheidung drei Tage vor einem Länderspiel ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel. Aus unserer Sicht ist auch die Begründung nicht nachvollziehbar, weil an vielen Stellen einfach falsch“, stellt DRV-Präsident Klaus Blank fest. „Wir haben den Spielern für diese drei Länderspiele sehr gute Rahmenbedingungen sowie eine hervorragende medizinische und sportwissenschaftliche Betreuung zur Verfügung gestellt. Es gab keinen entscheidenden Wunsch der Mannschaft, die der DRV im Rahmen dieser Testspielserie nicht erfüllt hat. Die Führung des DRV steht darüber hinaus vor allem in den Personen des Vizepräsidenten Hans-Joachim Wallenwein sowie des Sportdirektors in regelmäßigem Kontakt mit Trainer und Mannschaft.

Dass die Partie am Samstag gegen Chile trotz dieser bedauerlichen Entwicklung stattfinden wird, steht für die Verantwortlichen im DRV außer Frage. Dazu Sportdirektor Manuel Wilhelm: „Ich bin umso mehr über diesen Schritt irritiert, weil es eine schriftliche Vereinbarung mit der GFR über die Verfügbarkeit ihrer Angestellten für die drei Testspiele gibt, die nun nicht eingehalten wird. Wir nehmen die Sorgen und Nöte der Spieler sehr ernst, und wir haben den Dialog mit der Mannschaft diesbezüglich gesucht. Allerdings ist uns hier das Heft des Handelns aus der Hand genommen worden, da durch die GFR als Arbeitgeber der Spieler Fakten geschaffen worden sind, die wir bis zum Samstag nicht mehr werden ausräumen können. Wir werden nun die bestmögliche Mannschaft zusammenstellen, die in diesem Spiel von 7er-Bundestrainer Vuyo Zangqa und Clemens von Grumbkow betreut wird. Natürlich muss der DRV im Anschluss an diese Maßnahme und in Hinblick auf die Länderspielserie der 15er im Frühjahr entscheiden, wie er mit der Situation umgeht.

Geschäftsführer Volker Himmer bekräftigt die Aussagen von Sportdirektor Manuel Wilhelm und ergänzt: „Es ist dem einen oder anderen Spieler unter Umständen nicht klar, was für Konsequenzen diese unbegründete Weigerung haben kann.

(C) der Meldung bei Deutscher Rugby Verband

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